Grußwort des Kongresspräsidenten
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Frank Schneider |
Sehr geehrte Frau Kollegin, mit dem vorliegenden Programm darf ich Sie sehr herzlich zu dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde einladen. Psychische Erkrankungen sind biopsychosoziale Phänomene. Als solche werden sie von den besonderen Gegebenheiten der Lebenssituation geprägt, in der sich jeder kranke Mensch befindet. So ist beispielsweise die Depression eines Adoleszenten biologisch, psychisch und sozial sehr unterschiedlich von der eines Menschen in der Mitte seines Lebens, wenn berufliche und private Verantwortung eine zentrale Rolle spielt. Im fortgeschrittenen Alter bestimmen wiederum andere Randbedingungen unsere Gesundheit und unsere Krankheiten. Auf diese spezifischen Faktoren wollten wir hinweisen, als wir für den diesjährigen Kongress das Leitthema gewählt haben: Psychische Erkrankungen in der Lebensspanne. Zwei weitere Besonderheiten werden den DGPPN Kongress 2009 auszeichnen: Zum einen werden Sie überrascht sein über den gestiegenen Anteil englischsprachiger Veranstaltungen. Nach ausführlichen Beratungen im Vorstand sind wir zu dem Schluss gekommen, dass der DGPPN Kongress schwerpunktmäßig weiterhin ein deutscher Kongress ist und bleiben soll. Andererseits wollen wir nicht außer acht lassen, dass wir im Zentrum von Europa leben und engstens mit unseren Nachbarn verbunden sind. Als Aachener im Dreiländereck zu Belgien und den Niederlanden ist mir diese Tatsache täglich präsent. Das Fachgebiet Psychiatrie und Psychotherapie ist heute immer in einem europäischen Zusammenhang zu sehen und zu verstehen. Deshalb wird es in diesem Jahr erstmals einen englischen Konferenzteil geben, der ungefähr 20 Prozent der Veranstaltungen umfassen wird. Dadurch lassen wir Ihnen alle Optionen offen: Sie können sich auf die deutschen Beiträge konzentrieren oder bei dem englischen Track an der Europäisierung teilhaben. Für die wichtigsten Veranstaltungen werden jeweils simultane Übersetzungen in Deutsch und Englisch verfügbar sein. Vor dem Hintergrund der drei zentralen Trends bei dem diesjährigen Kongress – Lebensspanne, englischer Track und ärztlicher Nachwuchs – sollen die folgenden weiteren Aspekte während des Kongresses vertieft werden:
Eröffnen werden wir den DGPPN Kongress 2009 mit einer musikalischen Darbietung des vielfach preisgekrönten Aachener Kammerchors Carmina Mundi, der sich seit seiner Gründung 1983 einer stetig wachsenden Anhängerschaft erfreut. Zum Chor zählen ungefähr 40 Sängerinnen und Sänger. Im Repertoire konzentriert das Ensemble sich auf vorwiegend geistliche und weltliche A-capella-Chormusik verschiedener Länder, Kulturen und Epochen. Konzertreisen und die Teilnahme an internationalen Chorfestivals führten Carmina Mundi nach Argentinien, Albanien, Belgien, Estland, Frankreich, die Niederlande und Österreich. Am ersten Kongresstag wird sich Prof. Dr. Thomas Elbert, Professor für Klinische Psychologie und Verhaltensneurologie an der Universität Konstanz, im Rahmen des Eröffnungsvortrags mit der Frage beschäftigen, wie lebensbedrohende Erfahrungen unseren Geist und unser Gehirn evolutionär verändert haben. Er berichtet auf dem Hintergrund seiner Erfahrungen in Krisenregionen dieser Welt über existentielle psychische Krisen und deren Bewältigungsmöglichkeiten. Der rote Faden des mir besonders wichtigen Tracks Psychotherapie, der hier beginnt, zieht sich durch den ganzen Kongress. Prof. Dr. Martin Bohus aus der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim wird ihn mit seinem Plenarvortrag: Perspektiven der Psychotherapie am Samstag noch einmal aufnehmen. Univ.-Prof. Dr. med. Dr. rer. soc. Frank Schneider |
Grusswort des Präsidenten der ÖGPP
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Psychische Krankheiten sind keine starren Gebilde, die nur einfach deshalb weiter bestehen, weil sie einmal entstanden sind; vielmehr handelt es sich dabei um Prozesse deren Bestand durch das Einwirken mannigfacher krankheitserhaltender Faktoren begründet wird. Neben körperlichen Gegebenheiten und der Eigendynamik des jeweiligen Krankheitsgeschehens sind es vor allem auch Einflüsse aus dem psychosozialen Bereich, die die Plastizität psychischer Erkrankungen mitbedingen. Dabei wird dem jeweiligen Lebensalter und den damit verbundenen Hauptthemen und Lebensschwerpunkten eine besondere Rolle zuteil. Eine nicht ausschließlich an Krankheitskonstrukten sondern am leidenden Menschen sich orientierende Behandlung wird daher die Lebensspanne, in der sich die psychisch Kranken befinden und die sich damit in Zusammenhang entwickelnden Problemstellungen, ganz wesentlich mitzuberücksichtigen haben. Darüber hinaus ist es heute allbekannt, dass in den mittleren Lebensabschnitten hochwirksame psychopharmakologische Maßnahmen in Art und Dosierung nicht unmittelbar auf Menschen in anderen Lebensaltern, wie z.B. der Adoleszenz bzw. höheren Altersklassen umgelegt werden können. Nicht zuletzt sind es aber auch die in verschiedenen Lebensperioden unterschiedlichen Ressourcen des Einzelnen, die Erkrankungsverlauf und Behandlungserfolg ganz wesentlich mitbestimmen. Eine Psychiatrie, die wieder den Menschen in den Mittelpunkt ihrer Diagnostik und Therapie stellt, und die sich nicht auf eine herkömmliche Indikationsmedizin mit Hauptfokus Krankheitskonstrukt reduziert, wird demnach vorrangig auch den Lebensabschnitt, in der sich der Patient gerade befindet und die damit verbundenen Problemstellungen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten, in ihre Behandlungsplanung mitzuberücksichtigen haben. Eine solche „Human-based Pschiatry“ wird sich auch nicht ausschließlich auf evidenz-basierte medizinische Daten beziehen können – so unverzichtbar diese als Grundstein rationaler Therapiegestaltung bleiben – sondern wird auch über die Medizin und Psychiatrie im engeren Sinn hinausreichendes Wissen in ihre Behandlungskunst einschließen müssen. Die daraus resultierende Komplexität psychiatrischen Handelns wird den Schwerpunkt des nächsten Kongresses der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (ÖGPP) unter dem Titel „Die Kunst der Behandlung in der Psychiatrie“ ausmachen, der vom 22.04.2010 bis 24.04.2010 in Gmunden stattfinden wird und zu dem ich sie schon jetzt herzlich einlade. Es ist mir an dieser Stelle ein besonderes Bedürfnis den Verantwortlichen der DGPPN für die sich in den letzten Jahren so ausgezeichnet gestaltende Zusammenarbeit zu danken, vor allem aber auch dafür, dass der diesjährige DGPPN-Kongress, dem so wichtigen Themenbereich „Psychische Erkrankungen in der Lebensspanne“ gewidmet wurde. Damit wird nicht zuletzt auch die Weiterentwicklung einer wieder auf den ganzen Menschen zentrierten Psychiatrie, also einer Psychiatrie, die über Krankheitszustände und Erkrankungsbilder hinausreicht und in der der Mensch wieder zum Maß aller Dinge wird, in besonderer Weise katalysiert und promotiert. Mit meinen besten Wünschen für fruchtbare Fachdiskussionen und freudvolle Begegnungen beim diesjährigen DGPPN-Kongress in Berlin Herzlichst Ihr Michael Musalek |
Grußwort des Präsidenten der SGPP
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Sehr geehrte Kongressbesucherinnen und Kongressbesucher Epidemiologische Daten aus der Schweiz zeigen, dass die Gruppe der Jugendlichen und junge Erwachsenen zum einen und die der alten Menschen zum andern psychiatrisch-psychotherapeutisch schlecht versorgt sind. Bei jungen kranken Menschen besteht die Schwierigkeit darin, dass die Kinder- und Jugendpsychiatrie für Menschen über 18 Jahren nicht mehr zuständig ist, und die Erwachsenenpsychiatrie sich für die jungen Erwachsenen noch nicht zuständig fühlt. Dieser Umstand zeigt sich sowohl bei den niedergelassenen KollegInnen wie auch in der institutionellen Versorgung, wo es z.B. an Betten für junge Erwachsene mit ihren spezifischen Bedürfnissen mangelt. Was die älteren psychisch kranken Menschen angeht, werden diese im ambulanten Bereich fast ausschliesslich von Grundversorgern betreut, und es besteht ein hoher Nachholbedarf an psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlungen. Erschreckend hoch ist z.B. die wachsende die Zahl der Suizide älterer Menschen. Ein anderer Bereich, der uns in der Schweiz grosse Sorgen bereitet, ist der mangelnde Nachwuchs an psychiatrisch-psychotherapeutischen FachärztInnen, ein Thema, dem im Kongress ja auch entsprechend Gewicht gegeben werden soll. Auch hier handelt sich teils um ein Problem der Lebensspanne. Die Schweiz weist europaweit die höchste PsychiaterInnendichte auf, aber als Facharztgruppe hat die Psychiatrie das höchste mittlere Lebensalter. In den psychiatrischen Institutionen fehlt es an AssistenzärztInnen, der Betrieb kann nur noch dank ausländischen KollegInnen aufrechterhalten werden. Viele Aufgaben, aber eben bei weitem nicht alle können von nichtärztlichen Fachleuten wie PsychologInnen übernommen werden. Wieso ist der hochinteressante Beruf der PsychiaterIn und PsychotherapeutIn nicht attraktiv, und welche Zusammenhänge und Gründe können wir gemeinsam finden, besteht doch die Nachwuchsproblematik europaweit. Und was die Lebensspanne unserer Fachgesellschaften angeht, sind wir in der Schweiz stolz darüber, dass die Fachgesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie SGKJPP und Fachgesellschaft der Erwachsenenpsychiatrie und Psychotherapie SGPP in den letzten Jahren immer enger zusammenarbeiten. Nachdem sich die Kinderpsychiatrie vor etwas mehr als 50 Jahren mit einem eigenen Facharzttitel von der Erwachsenenpsychiatrie getrennt hat, arbeiten wir nun im Rahmen eines starken Dachverbandes zusammen. Gemeinsam, aber jede Fachgesellschaft mit einer eigenen Identität, versuchen wir uns für psychische kranken Kinder bis hin zu psychisch kranken alten Menschen, ihren Angehörigen und Familien einzusetzen, sei es nun in der Wissenschaft, der Therapie oder in der Gesundheitspolitik. Gerade in der Öffentlichkeitsarbeit, in gesundheitspolitischen Fragen, aber auch bei Problemen, die unseren Berufsstand angehen, können wir mit vereinten Kräften mehr erreichen, sind schlagkräftiger geworden und werden von den andern Partnern im Gesundheitswesen entsprechend ernster genommen. Ich freue mich auf einen spannenden Kongress in Berlin, auf viele Begegnungen mit KollegInnen aus Deutschland, Österreich, aber auch anderen europäischen Ländern, und natürlich auch auf Kontakte zwischen KollegInnen aller Altersgruppen, zwischen jung und alt, eine einzigartige Gelegenheit voneinander lernen zu können. Dr. med. Hans Kurt |
Grußwort der Berufsverbände BVDP und BVDN
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Liebe und sehr verehrte Kolleginnen und Kollegen, auch in diesem Jahr laden Sie die Berufsverbände Deutscher Nervenärzte BVDN und Deutscher Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie BVDP herzlichst zum alljährlichen wissenschaftlichen Highlight unserer Fachgruppe, dem DGPPN-Kongress in Berlin ein. Der Berufsverband Deutscher Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie BVDP feiert außerdem in diesem Jahr seinen 10-jährigen Geburtstag und möchte Sie schon heute sehr herzlich zu der im Rahmen des Kongresses stattfindenden Geburtstagsfeier einladen! Deshalb: Kommen Sie zahlreich nach Berlin, um an der faszinierenden wissenschaftlichen Entwicklung unseres medizinischen Faches, der Psychiatrie und Psychotherapie teilzuhaben. Es macht Freude und schafft für uns Ärztinnen und Ärzte eine hohe Sinngebung und Berufszufriedenheit, Psychiater und Psychotherapeut zu sein oder zu werden! Dr. Christa Roth-Sackenheim Dr. Frank Bergmann |
Grußwort des Leiters der DGPPN-Akdemie für Fort- und Weiterbildung
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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Ich wünsche allen Teilnehmern und allen Dozenten einen intensiven Gedankenaustausch, anregende Diskussionen und viel Spaß beim Lehren und Lernen.
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